WordPress – Standard Plugins
Gerade durch die unzähligen Plugins (Erweiterungen) lässt sich WordPress für die verschiedensten Webprojekte nutzen: als Blog, als Shop, als Jobboard, als Mitgliederseite oder auch als Firmenwebsite. Die Frage, die regelmäßig von WordPress-Neulingen gestellt wird:
- Gibt es Standard-Plugins, die man haben sollte?
- Wie viele Plugins kann ich installieren?
Was die Anzahl der WordPress-Plugins anbelangt, gibt es keine festgesetzten Grenzen. Nur Bedenken sollten Sie, bevor Sie munter drauf los Erweiterungen installieren:
- Plugins gehen immer auf Kosten der Ladezeit der Website,
- bürgen Sicherheitsrisiken und
- Sie müssen auf die Weiterentwicklung der Plugins achten.
Sie sollten sich also immer fragen, ob dieses oder jenes Plugin tatsächlich zwingend nötig ist. Auf der offiziellen Seite von WordPress finden Sie jede Menge nützliche Erweiterungen. Interessant ist bei der Auswahl der Blick auf Kriterien wie:
- Wann war das letzte Update?
- Ist das Plugin mit Ihrer WordPress-Version getestet und kompatibel?
- Wie bewerten andere Nutzer das Plugin?
Generell hängt meine persönliche Plugin-Wahl immer davon ab, welche Ziele ich mit der jeweiligen WordPress-Seite verfolge. Bestimmte Erweiterungen gehören allerdings fast immer zu meinen Wegbegleitern. Unter anderem zählen die folgenden 10 Plugins dazu:
10 kostenlose Standard WordPress-Plugins
Spamschutz – Antispam Bee von Sergej Müller
Die Kommentarfunktion auf Blogs wird sehr gerne und häufig genutzt, leider auch von Spammern. Sie können Spamkommentare manuell rausfiltern oder aber das Ganze bequem in die Hände eines Tools legen.
Von Hause aus ist Askimet als Spamfilter in WordPress vorinstalliert. Askimet funktioniert sicherlich sehr zuverlässig, aber der Einsatz ist aus Datenschutzgründen in Deutschland nur mit Vorkehrungen möglich. Wer mehr dazu wissen will, Rechtsanwalt Thomas Schwenke hat sich in seinem Blog Spreerecht in dem Artikel Usability VS Datenschutz – Datenschutzrechtliche Einwilligung ohne Opt-In? der Problematik angenommen und auch in den FAQs von WordPress gibt es dazu den Eintrag Hinweise zum Datenschutz beim Einsatz von Akismet in Deutschland.
Ich persönlich deinstalliere daher Askimet immer sofort und installiere Antispam Bee von Sergej Müller.
Die Tools von Sergej Müller genießen in der WordPress-Szene zudem einen sehr guten Ruf und Support gibt es von ihm auf Deutsch – das ist auch nicht zu unterschätzen.
wpAntiVirus von Sergej Müller
Viren, Würmer und Malware machen sich auch in WordPress-Templates breit. Nein, Sie müssen jetzt nicht vor Schreck vom Stuhl fallen. Ich setze beispielsweise wpAntiVirus ein. Dieses Plugin überwacht die Blog-Templates und löst im Viren-Verdachtsfall einen Alarm aus. Das Tool stellt Sergej ebenfalls kostenlos bereit. So sind sie rechtzeitig gewarnt und Viren werden früh und vor allem zuverlässig erkannt.
Kleine Anmerkung: Sergej finanziert über sein kostenpflichtiges wpSEO-Tool seine anderen kostenlosen Erweiterungen.
Limit Login Attempts von Johan Eenfeldt
WordPress setzt standardmäßig keine Grenze für die Anzahl von Login-Versuchen. Das ist zwar einerseits Nutzerfreundlich, denn für jeden Account sollte man ein anderes Passwort verwenden. Ich handhabe das auch so, aber klar irrt man sich auch ab und an mal bei der Passworteingabe.
Möchten sich Fremde Zugang zur Homepage verschaffen, ist das mit den unzähligen Einlogversuchen weniger witzig, vor allem weil sie die sogenannte Brute-Force-Methode anwenden können. Mittels des Plugin Limit Login Attempts kann ich bequem einstellen, nach wie vielen falschen Login-Versuchen eine Sperrung erfolgt und werde auch über Fehlversuche benachrichtigt, wenn ich das will.
Wie Sie die Sicherheit von WordPress noch mehr erhöhen können, stelle ich Ihnen in dem Artikel “10 Tipps zur Erhöhung der Sicherheit von WordPress” vor.
Google XML Sitemaps von Arne Brachhold
Das Plugin Google XML Sitemaps sorgt dafür, dass die einzelnen Webseiten schnell in Suchmaschinen indexiert und an Google und Co. übertragen werden. Gerade wenn man viel bloggt, sind neue Artikel bereits in wenigen Minuten in Google sichtbar. Ob es sich auch bei kleineren Webseiten ohne Blog in jedem Fall lohnt, muss jeder selbst abschätzen.
Broken Link Checker
Jeder der über längere Zeit einen Blog betreibt und nicht gerade mit Links auf andere Seiten geizt, kennt das Problem: Einige der Links funktionieren irgendwann nicht mehr. Für den Leser ist es unangenehm, wenn man nach dem Klick auf den jeweiligen Link auf einer Fehlerseite landet. Auch Google mag fehlerhafte Links nicht besonders. Im schlimmsten Fall wirkt sich das negativ auf das eigene Suchmaschinen-Ranking aus.
Das Plugin Broken Link Checker benachrichtigt Sie automatisch, wenn ausgehende Links nicht mehr funktionieren. Das Beste daran, dies gilt für eigene Artikel, aber auch Links in Kommentaren. Daher gehört es für mich zu den Standard-Plugins.
WP Permalauts von Christoph Grabo
Die deutschen Sonderzeichen konvertiert WordPress leider nicht von Hause aus in die gewohnte Form. So wird aus „ä“ beispielsweise „a“ anstatt korrekterweise „ae“. Daher installiere ich auf deutschsprachigen WordPress-Seiten WP Permalauts, denn das Plugin stellt die deutschen Umlaute korrekt und lesbar im Permalink dar.
Contact Form 7 von Takayuki Miyoshi
Über Kontaktformulare kann sehr leicht mit den Seitenbetreibern Kontakt aufgenommen werden. Wieso überhaupt so ein Formular? Reicht das Hinterlegen einer Emailadresse nicht aus? Im Prinzip schon. Aber mittels vordefinierten Feldern im Formular werden Daten strukturiert eingegeben und übermittelt.
Gleichzeitig können beispielsweise alle benötigten Informationen für eine Angebotskalkulation schon im ersten Schritt abgefragt werden. Oder in Support-Fällen bieten Sie mehrere Auswahloptionen im Betreff an und können so Zuständigkeiten intern besser klären.
Aber Contact Form 7 bietet noch mehr „Spielmöglichkeiten“. So hat LebensWerk zusammen mit dem Netzwerk Gemeinnützigkeit ein Formular für Spendenbescheinigungen generiert (LINK). Hier würden Sie vermutlich auf den ersten Blick gar nicht auf den Gedanken kommen, dass dieses Plugin verwendet wurde.
CodeStyling Localization von Heiko Rabe
Jeder Blogbetreiber kennt es: Passendes Theme gesehen, gekauft und installiert – aber das Backend (Admin-Bereich) sowie Frontend (Leser-Bereich) sind auf Englisch. Im Backend stört es meist nicht allzu sehr, aber für Besucher ist ein Sprachenmix auf der Frontseite irritierend und offen gestanden: Es wirkt nicht besonders professionell.
Jetzt können Sie den gesamten Code absuchen und das Template manuell übersetzen oder den unkomplizierten Weg wählen: Dank dem Plugin CodeStyling Localizsation sind die WordPress Übersetzungsdateien (*. po / *. mo) nämlich leicht zugänglich, können angepasst, bearbeitet oder gänzlich neu erstellt werden.
Yet Another Related Posts Plugin
Eines der Ziele von Blogbetreibern (außer im Affiliate-Bereich) ist, dass Besucher möglichst lange auf der Seite verweilen und ein paar Beiträge lesen. Da Benutzerfreundlichkeit immer an erster Stelle bei der Konzeption von Webseiten steht, unterstützt das Yet Another Related Posts Plugin Sie darin, Besucher zum Verweilen auf Ihrer Seite einzuladen. Unterhalb des aktuellen Artikels werden nämlich thematisch ähnliche Beiträge aufgelistet und so die Besucher zum Klicken und Lesen ermuntert.
DoFollow
WordPress setzt die Kommentarfunktion standardmäßig auf NoFollow. Wenn Spamkommentare durchrutschen, ist das durchaus sinnvoll. Erhält man aber sinn- und hilfreiche Kommentare von anderen Bloggern, dann möchte man, dass der Kommentarschreiber etwas vom sogenannten Google-Juice abbekommt. Daher setze ich Links im Kommentarbereich durch ein Plugin auf DoFollow .
Auf die Erweiterung NoFollow Free bin ich erst kürzlich hingewiesen worden: Hier kann man beispielsweise einstellen, dass erst nach dem x. Kommentar Links auf DoFollow gesetzt werden – finde ich auch nicht verkehrt und werde es bei Gelegenheit testen und berichten.
Soweit ein kleiner Einblick in WordPress-Plugins. Welche Standard-Plugins setzen Sie ein oder fehlen Ihnen in der Aufzählung noch?











Letzte Kommentare